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Elegia Fantastica – Der Leica digital camera Weblog

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Der Fotograf ist für seine großartigen Bilder aus der Welt der Prominenten bekannt geworden. Doch er hat auch deutlich gezeigt, dass er mehr als nur ein Experte für Glanz und Glamour ist. Er hat wunderbare und oft ruhige Serien produziert und immer wieder überraschend kreative visuelle Ideen entwickelt. In seinem Projekt Elegia Fantastica verweist der in Paris lebende Scorcelletti mit zwei Werkgruppen auf seine italienischen Wurzeln: Recollections und Visions. In den intensiven Schwarzweiß-Fotografien begibt sich der Fotograf auf eine visuelle Reise in die Vergangenheit, auf der Suche nach bedeutungsvollen Orten. Er sprach mit uns über seine Vorbilder, seine Ideen und Erfahrungen.

Was schätzen Sie an der Schwarzweiß-Fotografie besonders?

Schwarz und Weiß können die Kontraste zwischen Licht und Schatten kraftvoll vermitteln. Ich spiele gerne mit ihnen, um eine Szene nachzubilden, indem ich nach einer perfekten Harmonie der Formen suche. Wie in der klassischen Philosophie und später in der italienischen Renaissance ist die Ausgewogenheit der Harmonie der Formen die Grundlage für die Konstruktion aller meiner Bilder.

Träumen Sie auch in Schwarzweiß?

Ich glaube definitiv, dass ich schwarz auf weiß träume, auch wenn es schwierig ist, sich an Träume zu erinnern. Schwarz und Weiß lassen die Seele der Dinge sprechen, während Farben die Realität erzählen. Ich denke gerne, dass ich mit meiner Seele träumen kann.

Die Bilder der Serie Recollections zeichnen sich durch zeitlose Eleganz aus.

Ja, die Fotografien in diesem Abschnitt entstammen einer „humanistischen“ Poetik und beziehen sich auf jene europäische Fotografie, die den Menschen in seinen sozialen Kontext stellt. Die Protagonisten dieser Serie sind einfache Menschen, eingefangen in ihrem Alltag und in diesen Aufnahmen. Ich wollte ihre Wahrheit sagen, ihre Emotionen, die den Geist eines Ortes vermitteln können. Der Geist eines Ortes besteht aus denjenigen, die dort leben und in ihrem täglichen Leben sein Know-how, seine Geschichte, Traditionen und Alchemie definieren. Aus diesem Grund gibt es keine bestimmte Zeit; es ist universell. Es geht mir nicht darum, das Universelle jener Orte zu dokumentieren, sondern zu vermitteln, an denen wir uns selbst wiedererkennen können.

Während Sie für die Recollections-Serie Ihre Leica M6 bevorzugten, haben Sie für Visions mit einer Leica Monochrom gearbeitet – warum?

Die Fotoserie Visions wird durch die technischen Options der Leica Monochrom-Kamera zum Leben erweckt, die ausschließlich in Schwarzweiß fotografiert und es mir ermöglicht, wie ein Maler zu arbeiten. Die Kamera ist wie ein Pinsel und ausgehend von der Realität kann ich die Grenze der Phantasm überschreiten und Fotografien als Gemälde betrachten. Visions ist die Poesie des an Orten verborgenen Magischen, das durch diese Artwork der „bildhaften“ Fotografie in seiner ganzen Kraft und Magie leben kann. Das Verwischen verwischt die Grenzen der Realität und projiziert uns in eine andere poetische, intime Welt und ich würde sagen, mystische Dimension. Die Marken sind ein erdbebengefährdetes Land und werden zum Image der unkontrollierbaren Kraft der Natur. Ich habe versucht, diese Kraft durch diese besondere Technik darzustellen, die keinerlei Retusche oder Nachbearbeitung erfordert und darauf abzielt, die ursprüngliche Kraft des Kosmos einzufangen.

Welche Beziehung besteht zwischen den Serien Recollections und Visions?

Die beiden Serien sind eine Fortsetzung, eine der anderen, oder besser gesagt, das Yin und Yang, die Idee jener existenziellen Reise auf der Suche nach der eigenen Identität, die wir oben erwähnt haben und bei der der Mensch jedes Mal gezwungen ist, sich der Realität und der Magie zu stellen. In der Recollections-Reihe ist die Emotion des Ortes sentimental und romantisch, während in Visions die Erde bebt und alles mit neuer Energie aufgeladen wird. In all meinen Bildern suche ich Steadiness durch Inspiration, aber gerade bei dieser Arbeit hatte ich die Gelegenheit, den intimsten und tiefsten Teil meiner Imaginative and prescient freizugeben.

Mit Ihren poetischen Fotografien nehmen Sie den Betrachter mit auf eine spannende Reise in die Geschichte der Fotografie. Ihre Vorbilder, die Sie selbst benennen, sind Mario Giacomelli, Henri Cartier-Bresson und Jacques-Henri Lartigue. Welche Bedeutung haben sie für Ihre Arbeit?

Alle Künstler treten in die Fußstapfen der großen Meister, die ihnen am ähnlichsten sind, um ihre eigene Sprache zu schaffen. Durch das Studium der drei genannten Künstler habe ich meine eigene Bildsprache entwickelt und versuche jedes Mal, sie mit meinen eigenen Augen zu erzählen. Ich möchte mit Mario Giacomelli beginnen, den ich persönlich in Senigallia in den Marken treffen durfte, dem Land, in dem dieser große Künstler (und auch mein Vater) geboren wurde. Ich teile mit ihm die Liebe zu dieser Area in Mittelitalien, wo Natur, Menschlichkeit und Geschichte in perfekter Harmonie sind. Die Marken sind das Land meiner Herkunft, in dem ich wie Giacomelli mein Zuhause finde. Giacomellis Fotografie ist reich an der Poesie dieses Landes und vermittelt gleichzeitig jene Spontaneität des Alltags, die den italienischen Neorealismus charakterisiert. Giacomellis Lektion führt uns zur Poesie der Gegenwart des großen Meisters Henri Cartier-Bresson. Ich habe immer seine Fähigkeit bewundert, den Second elegant einzufangen und gleichzeitig seine tiefe Bedeutung zu offenbaren. Um seine Worte zu verwenden: Ich bemühe mich, „den Geist, die Augen und das Herz“ jedes Mal, wenn ich fotografiere, in die gleiche Sichtlinie zu bringen, und versuche, wie er, die poetische Menschlichkeit des Seins hervorzuheben. Alle meine Bilder sind eine Hommage an Jacques-Henri Lartigue. Er lehrte uns das Glück des Daseins, die Fähigkeit, das Leben immer mit den begeisterten Augen eines Kindes zu betrachten. Dank Lartigue kann ich in meinen Bildern stets die Leichtigkeit bestaunen und bewahren, die zum Werkzeug wird, um mit der Komplexität des Lebens umzugehen.

Was ist das Besondere an der Auswahl für die Ausstellung in der Leica Galerie Wetzlar? Die Bilder dieses Fotoprojekts wurden zum ersten Mal in Le Marche, in Jesi, der Heimatstadt meines Vaters, ausgestellt. Dieses Werk struggle ihm gewidmet, jener Figur, die jeder von uns symbolisch irgendwann töten muss, um seinen eigenen Weg zu finden. Nach der ersten großen Ausstellung in Le Marche ist Wetzlar der neue Weg, eine fotografische Reise zu schaffen, die dem Geist der Orte gewidmet ist. Die Auswahl wurde in Bezug auf den Ort konzipiert, an dem die Fotoserie wieder zum Leben erweckt wird.

Emanuele Scorcellettis Eltern stammen aus den italienischen Regionen Marken und Friaul. Er wurde 1964 in Luxemburg geboren. Er studierte am Institut Nationwide de Photographie et Cinématographie (INRACI) in Brüssel. Zwischen 1989 und 2009 gehörte er der Agentur Gamma in Paris an und arbeitet auch heute noch als freiberuflicher Fotograf für Journal, Werbung und Mode. Das von ihm aufgenommene Foto, das Sharon Stone auf dem roten Teppich vor dem Palais des Festivals in Cannes zeigt, wurde 2003 mit dem World Press Photograph Award in der Kategorie Kunst und Kultur ausgezeichnet. Neben Porträts und Aufnahmen im Kontext von Kino, Mode und Luxusmarken hat er stets auch an sozialen Projekten gearbeitet. Scorcellettis Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und vielfach ausgestellt. Erfahren Sie mehr über seine Fotografie auf seiner Webseite und seinem Instagram-Kanal.

Die Ausstellung Elegia Fantastica läuft bis zum 22. September in der Leica Galerie Wetzlar. Das dazugehörige Fotobuch ist erschienen bei Hemeria.

Leica M

The Leica. Yesterday. In the present day. Tomorrow.

 



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